1. Mannschaft: Punkteteilung beim FC Iserlohn

SCHWERTE. Wenn man unten steht, muss man für jedes Tor doppelt so viel arbeiten. Eine alte Fußball-Weisheit, an die sich die Holzpfosten nach dem 3:3 (1:1)-Unentschieden gegen den FC Iserlohn II erinnerten. Trotzdem: Das Remis war ein Schritt nach vorne.

Lange Zeit waren Florian Riesewieck, Nils Klems, Phillip Oldenburg, Daniel Otto und Oliver Manz verletzungsbedingt nicht Bestandteil des Holzpfosten-Kaders. Doch das änderte sich an diesem Sonntag endlich. Denn vier der fünf Langzeitverlezten fanden sich bereits in der Startelf wieder. Und diese taten dem Spiel gegen die Gastgeber des FC Iserlohn richtig gut, auch wenn bei ausnahmslos allen Wiederkehrern verständlicherweise 
noch Luft nach oben ist.
 
30 Minuten Sicherheit – dann die kalte Dusche
 
So ließen die Holzpfosten in der ersten halben Stunde nicht viel zu, da in der Defensive sehr gut gearbeitet wurde und den Gastgebern dagegen anfangs nicht viel einfiel. Das gleiche galt aber auch für die Holzpfosten-Offensive, da viele Bälle in der Vorwärtsbewegung wieder an den Gegner abgegeben wurden.
 
In der 33. Minute nahm das Spiel dann aber schnell an Fahrt auf. Iserlohn setzte sich nach einem schnell ausgeführten Einwurd über die rechte Holzpfosten-Seite durch und vollendete den Angriff mit einem satten Spannstoß aus gut 11 Metern zum 1:0-Führungstreffer. Doch die HP zeigten sich davon wenig beeindruckt und 
spielten gleich nach Wiederanpfiff schnell nach vorne. Hornbruch konnte sich über rechts gegen seinen Bewacher durchsetzen und den Ball zu Kunsmann ablegen, dessen Schuss zum Eckball abgefälscht wurde. Letztgenannter trat die Ecke selbst und fand in der Mitte Oldenburg, der zum Umjubelten 1:1 einnickte.
 
Otto klärt zur Ecke
 
Nach dem Seitenwechsel wurde der erkältungsgeschwächte Otto gleich zwei Mal in einer Szene auf die Probe gestellt. Einen Fernschuss konnte er nur abklatschen lassen, durch einen überragenden Reflex konnte er den 
Nachschuss aber noch zur Ecke klären. (47.). Gute zehn Minuten später musste sich Otto dann aber geschlagen geben. Ein Schuss aus gut 18 Metern wurde unhaltbar abgefälscht (57.), das 1:2.
 
Dies war der Auftakt für eine intensiv geführte Schlussphase, da die Holzpfosten den Rückstand unter keinen Umständen auf sich beruhen lassen wollten, sondern nun mutig nach vorne spielten. Dieser Mut wurde auch sogleich nach einer weiteren Kunsmann- Ecke belohnt, da Niggemeier aus dem Gewühl heraus den erneuten Ausgleich brachte – 2:2 (62.).
 
Niggemeier mit dem Riesen
 
Nur fünf Minuten später war es erneut Niggemeier, der eine Schlecking- Hereingabe aus gut sechs Metern Richtung Tor brachte, diesmal ging er jedoch weit darüber. Weitere fünf Minuten später war es der laufstarke Hornbruch, der aus guter Einschussposition nur knapp das Tor verfehlte.
 
Besser machten es die Gastgeber, die einen Fernschuss durch die Beine eines Holzpfosten-Verteidigers und dadurch unhaltbar im Gehäuse der Holzpfosten versenkten (77.). Aber dieses Tor sollte nicht das Letzte der Begegnung bleiben, denn im erneuten Gegenzug war es Kunsmann, der seine Farben wieder jubeln ließ (78.).
 
Kunsmann vergibt die Chance zum 4:3
 
Doch der umjubelte Torschütze wurde dann doch noch zum Pechvogel. Nachdem er im 16er nur noch 
durch ein Foul gestoppt werden konnte, trat der Linksfuß selbst an und scheiterte am Torhüter (81.). Die letzte 
Möglichkeit des Spiel war erneut auf der Seite der Holzpfosten zu verzeichnen, doch Oldenburg ließ eine Hornbruch-Flanke durchgehen, da er Kunsmann in einer besseren Position sah. Dabei übersah er aber den Verteidiger, der vor Kunsmann den Ball aus der Gefahrenzone schlagen konnte.
 
Das sagt der Trainer Marvin Waldschmidt: "Ich habe heute ein ganz anderes Auftreten meiner Mannschaft im Vergleich zu den Vorwochen zu sehen bekommen. Die Genesung einiger Stammkräfte hat unserem Spiel sehr 
gut getan, da wir jetzt auch deutlich mehr Entlastung nach vorne hatten. Aber auch die restlichen Spieler schienen durch das Wiederkehren wie beflügelt. Mit dem Unentschieden gebe ich mich heute sehr zufrieden, auch wenn man mit den ausgelassenen Chancen am Ende noch hätte gewinnen können. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass wir drei Mal in Rückstand geraten sind. Ich blicke zuversichtlich auf die verbelibenden Spiele der Hinrunde.
 
So wurde gespielt: Daniel Otto, Jan-Phillip Junglaß, Jonathan Forsmann, Joel Ahrens, Tim Steinhauer (72. Min. Daniel Klager), Markus Niggemeier, Nils Klems (60. Min. Oliver Schlecking), Florian Riesewieck (66. Min. 
Jan Görtler), Philipp Oldenburg, Kai Kunsmann