Jungpfosten: Nach Kantersieg kommt Endspiel

SCHWERTE. Es geht doch: Die Jungpfosten gewinnen bei der Zweitvertretung der SG Hemer 8:2 und haben somit noch ein echtes Endspiel um den Einzug in die Kreisliga 2 vor der Brust.

Das für Freitag angesetzte Spiel war die zweite Partie innerhalb sechs Tagen. Somit blieb wenig Zeit, um das 2:3 gegen Sümmern abzuhaken. Verloren sie mit den Sportfreunden am Sonntag noch gegen den Tabellenzweiten, wartete nun der Tabellenvorletzte aus Hemer. Für die Pfosten, die unbedingt den Einzug in die Kreisliga 2 perfekt machen wollen, heißt das, dass noch zwei Plätze gut gemacht werden müsste. Vor dem Spiel saßen sie noch auf dem  Drittletzten Platz fest. Das sollte sich ändern.
 
Siegel muss krank zuschauen
 
Auch diesmal blieben die Jungpfosten von personellen Rückschlägen nicht verschont. Und das aus verschiedensten Gründen: Abwehrchef Fellbaum musste arbeiten, Kusch war schulisch unterwegs und Thorben Siegel musste krank von außen zusehen. Krabbe und Weiß gingen zudem ebenfalls gebeutelt in das Spiel, das sich die Holzpfosten schnell an sich rissen. Chancen im Minutentakt – noch nie war dieser Spruch sinnbildlicher
als für das Spiel in den ersten Minuten. Krabbe, Kremser und Schedel tauchten dreimal frei vor dem Tor der Gastgeber auf, vergaben jedoch kläglich.
 
In der 13. Minute machte es Kremser, der heute mit Schedel die erste Doppelspitze in der Saison stellte, besser. Aus 18 Metern erzielte er mit einer Mischung aus Schuss und Heber das 1:0. Noch viel schöner war sein zweites Tor nur acht Minuten danach. Aus ganz spitzem Winkel drosch er den Ball gekonnt ins Netz. Gekonnt – das war auch Meiers Freistoß, der als Vorlagengeber zum 3:0  diente. Aus 20 Metern knallte er das Spielgerät so fest auf das gegnerische Tor, dass der heimische Torwart nur abprallen, und der mitdenkende Schedel das nächste Tor erzielen konnte. 3:0 – eine sichere Sache? Nein, denn nun machten die Pfosten ihren Gegner mit einer viel
lockeren Herangehensweise viel stärker. Aus dem Getümmel eines Eckballs bugsierte Hemer den Ball über die Linie und machte nun – kurz vor der Halbzeit – nochmal ordentlich Dampf.
 
Pfosten tanken Motivation
 
Der wurde mit dem Halbzeitpfiff aber (glücklicherweise) heraus genommen und schlug sich auf die Jungpfosten über, die in der Kabine nicht nur Kräfte, sondern reichlich Motivationsschübe tankten. Wie in Halbzeit eins machte nun nur eine Mannschaft das Spiel. Und das waren die rot-weißen Schwerter. Mit Engagement, Spielwitz und viel
Zielstrebigkeit auf das nächste Tor ging es nun mit Ferrari-Tempo aufs Hemeraner Tor. Erst erzielte der eingewechselte Lehmann, der früh für den verletzten Krabbe eingewechselt und zum heimlichen Spieler des Spiels wurde, ein Abseitstor.
 
Vollkommen regulär waren dagegen Schedels zwei Tore in der 57. und 60. Minute. Der Stürmer konnte sein Tore-Konto somit auf acht hochschrauben. Für ihn war der kurze Zeit später aber auch Schluss. Ebenso wie Anas Meier und Leon Weiß machte Schedel in der 66. Minute für Kneer, Hambrock und Bokermann Platz. Weiß ließ es sich vorher aber nicht nehmen, auf 6:1 erhöhen. Fischer legte ebenfalls nach. Das Spiel war entschieden, die Jungpfosten hatten noch genügend Chancen, das erste zweistellige Ergebnis mit nach Hause zu nehmen. So gab es zum Schluss noch ein Tor auf jeder Seite. Erst erzielte Hemer per Freistoß das 2:7. Vier Minuten danach besiegelte der eingewechselte Hambrock mit seinem zweiten Saisontor (und somit genauso viele wie Anas Meier oder Leon Weiß) den 8:2-Erfolg.
 
Endspiel um die zweite Kreisklasse
 
Mit diesem springen die Jungpfosten auf den siebten Platz – und wären somit immer noch nicht in der zweiten Kreisklasse. Schwierig wird es, noch den dafür nötigen sechsten Rang  zu erreichen, unmöglich aber nicht. Das letzte Spiel ist gleichzeitig ein Derby gegen die SG Eintracht Ergste – Endspielcharakter inklusive. Dort müssten
drei Punkte her. Nebenbei müssen die Pfosten noch auf Ausrutscher des TuS Holzen-Sommerberg hoffen.