Futsal: Hausaufgaben erledigt!

Münster. Nils Klems hatte sich nach dem Spiel seiner „Pfosten“ noch reichlich Zeit genommen und sich die Begegnung zwischen Uerdingen und Münster angeschaut. Was er dort sah, gefiel dem Spielertrainer. Uerdingen hatte das Spiel 1:2 verloren, Klems´ Mannschaft zuvor dagegen 4:1 gewonnen. So kommt es in zwei Wochen zu einem echten Matchball für die Holzpfosten. Gewinnen sie das direkte Duell gegen Uerdingen, sind sie im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. 
312442 10151182167016540 1771520656 nDer Weg zu dieser Ausgangslage war ein harter. Denn der Gegner zuvor hieß Siegen – und entpuppte sich als ein unangenehmer. Zwar brachte der Trainer persönlich seine Mannschaft schon in der vierten Minute in Führung, passierte dann aber seitens des neuen Tabellenzweiten nicht mehr viel. Im Gegenteil: Die Uni-Futsaler aus dem Siegerland glichen in der neunten Minute aus, nachdem Nils Klems mit seinem Fehler die Vorlage dafür gegeben hatte. Damit nicht genug. Vor der Halbzeit kam der Außenseiter noch dreimal gefährlich vor das Holzpfosten-Tor. Dank Otto-Ersatz Tobias Meinks überquerte der Ball allerdings nie die Torlinie. „Zu diesem Zeitpunkt mussten wir tatsächlich etwas zittern“, gibt Klems zu. Glücklicherweise gab es die Halbzeit-Pause – und eine Leistungssteigerung danach. Denn der zweite Durchgang gehörte den Holzpfosten. Erst schoss Kai Kunsmann das 2:1 (26.), vier Minuten später erhöhte Marc Nebgen dann auf 3:1. Die Vorentscheidung war gefallen und aus dem Zittersieg wurde ein verdienter Sieg. Spätestens, als Alex Tumele in seinem zweiten Saisonspiel mit seinem zweiten Saisontor das 4:1 erzielte (37.). 
Da waren die Holzpfosten bereits mit einem Punkt Vorsprung auf den begehrten zweiten Rang vorgerückt. Etwa 90 Minuten später hatte sich der Tabellenstand nicht verändert. Dafür sorgte Münster mit dem sehr knappen und spannenden Sieg und steht nebenbei somit als Westdeutscher Futsal-Meister fest. Am nächsten Wochenende pausiert die Regionalliga. Dafür findet der Westfalenpokal statt. In Gedanken sind Nils Klems und die anderen „Pfosten“ aber schon zwei Wochen weiter. Dann haben sie die Chance, nach 2011 ein zweites Mal in die K.o.-Phase einzuziehen. 
Holzpfosten: Tobias Meinks, Marc Nebgen, Nils Klems, Martin Baumdick, Alex Tumele, Jonas Schröder, Phillip Oldenburg, Marco Schniering, Kai Kunsmann.
Tore: 1:0 Klems (4.), 1:1 (9.), 2:1 Kunsmann (26.), 3:1 Nebgen (30.), 4:1 Tumele (37.).